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    Maren Hessler

    Maren Hessler

    • Mein Name ist Maren Hessler. Ich lebe und arbeite in Frankfurt am Main. Als systemische Beraterin helfe ich Menschen und Unternehmen in Veränderungsprozessen. Seit Mitte 2008 bin ich Teil des internationalen Unternehmernetzwerkes Kessels & Smit, The Learning Company. Mein bester Shift des Lebens? Der Schritt in die Selbständigkeit.
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      The Fifth Discipline / Senge

Einträge mit dem Tag ‘#rp09’

re:publica09 - der 2. Tag } 03.04.09

Der Tag heute war schon eher nach unserem Geschmack. Das lag vor allem an zwei Veranstaltungen:

  • Die Präsentation der Privacy Open Space Leute war interessant und inspirierend. Sie traten als Team auf und brachten jeder aus seiner Perspektive interessante Aspekte zum Thema “Netiquette for Social Networks” ein. Kurze Einführung in das Thema, Vergleich von Social Networks mit Regierungsformen und Vorstellung von “Hello World” als Alternative zu Facebook. Prima!
  • Die andere kleine, aber sehr feine Veranstaltung (”In 60 Minuten die Welt verändern”) von den Sozialhelden dauerte, wie der Titel schon sagt, nur 60 Minuten. Das Experiment: Wieviel positive Veränderung kann man in einer Stunde bewerkstelligen, wenn man sich ergänzt und auf eine Aufgabe fokussiert? Die Aufgabe: 5.000 englischsprachige Bücher für eine Bibliothek in der Mongolei organisieren. Das Projekt wird von der www.bücherbrücke.org gemanagt. Der Ablauf: Kurze gegenseitige Vorstellung in den Gruppen, spontane Verteilung von Aufgaben (Telefonanrufe, Adressen Research, Dokumentation, etc.). Nach kurzer Zeit gab es bereits einige Zusagen für Bücher. Kontakte wurden geknüpft. Die Sozialhelden können hierauf weiter aufbauen. Die Kommunikation via Facebook und Twittertag wurden veranlasst (Tag: #buecherbruecke). Uns hat die Aktion sehr viel Spaß gemacht. Sie hat gezeigt, wieviel man in kurzer Zeit bewegen kann. Der Lerneffekt war durch die eigene aktive Beteiligung sehr hoch.

Etwas versöhnter mit der Konferenz schreiben wir diesen Post von zu Hause aus.

marcussplitt, Bert Smits

Langeweile auf der re:publica09 } 01.04.09

Nun ja. Wir unterstellen den Veranstaltern der diesjährigen re:publica sehr gute Intentionen. Schließlich ist das Motto „Shift happens“ und Johnny Häusler hat hierzu einen exzellenten Key Note abgeliefert. Heute Vormittag im Berliner Friedrichstadtpalast. Er hat Lust gemacht, weiter zu denken und diesen kreativen Ansatz weiter zu entwickeln. Stattdessen?

Mit Verlaub. Wir sind enttäuscht und gelangweilt. Denn was so gut anfing, verlor rasant an Fahrt.

Unsere Perspektive:
• Web 2.0 heißt Dialog. Das Format zahlt aus unserer Sicht bisher nicht darauf ein. Panels und Präsentationen sind konventionell. Wir wünschen uns Open Space- und Barcamp-Elemente als Rahmengebung. Das Miteinander-Arbeiten muss deutlich mehr Raum bekommen. Unser belgische Kollege und Außenstehende haben Schwierigkeiten, sich zu vernetzen, weil das Format das Kontakten erschwert.
• Der Friedrichstadtpalast ist groß und stockdunkel. Die Atmosphäre ist eher erdrückend als inspirierend. Kein Wunder, dass viele draußen in der Sonne stehen und Kaffee trinken.
• Die ökonomischen Interessen und die unauthentische Eigenpräsentation von IBM sind nicht attraktiv. Hier spricht die „alte“ Welt. Top-Down und „High-Level“ anstatt Kooperation, Interaktion, Co-Kreation und Kreativität.

Kreativität entsteht an den Rändern. Dort, wo zwischen Themen und Disziplinen Grenzen überschritten werden, müssen Freiräume für den Dialog geschaffen werden. Davon wünschen wir uns mehr.
Wir sind uns bewusst, dass dies der erste Tag der Konferenz war. Allerdings setzt der erste Tag den Akzent. Bisher haben wir noch keinen Shift gesehen.

Maren Hessler, Bert Smits, marcussplitt