Wer sich ein wenig intensiver mit dem Denken und Handeln der Vertreter neuerer Systemtheorien beschäftigen möchte, dem lege ich die Zeitschrift “Revue für postheroisches Management” ans Herz.
Ansatz ist es, Managementlehre und Praxis auf Augenhöhe zu bringen, neugierige Fragen, wie z.B. “Wie viel Klugheit steckt selbst in einem schlechten Management? Woran hat sich ein schlechter Manager, ein schlechtes Management, offensichtlich mit Erfolg bereits angepasst?” zu stellen und somit neue Impulse und Perspektiven zu geben.
Die Lektüre ist sehr anspruchsvoll und gerade deswegen ein guter Wegweiser für die Zukunft. Die Macher der Revue sind “die üblichen Verdächtigen” des Management Zentrums in Witten (MZW) - sprich Fritz B. Simon, Dirk Baecker, Rudolf Wimmer u.a.. Die Revue erscheint zeimal im Jahr, im März und September.
Zur Einstimmung ein paar Zitate von Dirk Baecker, Inhaber des Lehrstuhls Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin University (ZU) in Friedrichshafen und Autor des Buches Postheroisches Management :
“Vom postheroischen Management sprechen wir, weil das Heroische darin bestand, zugunsten des Gewinns von Tragik und von Komik an den einmal gesetzten Unterschieden festzuhalten. Held ist, wer entweder beeindrucken triumphiert oder großartig scheitert. Alle anderen sind bloß Beobachter, die dem Weltenlauf nichts hinzuzufügen haben, sondern allenfalls die anfallenden Arbeiten erledigen.”
“Im postheroischen Management werden die Beobachter aus ihrer passiven Rolle befreit. Sie werden zu Akteuren. Jeder ihrer Arbeitsschritte ist eine Entscheidung. Helden stören dabei nur. Helden sind Leute, die den Blick für die Gegenwart scheuen und sich stattdessen auf ihre Zukunft, ihre glorreiche Zukunft, konzentrieren.”
“Wir suchen nach einem Management, das in der Lage ist, der Gegenwart und ihren strategischen Möglichkeiten nicht auszuweichen, sondern sich ihr zu stellen.”
In diesem Sinne verabschiede ich mich mit der September-Revue ins Wochenende. Glücklich und dankbar darüber, dass meine Zeit als PR-Heldin im Kreise vieler anderer PR-Helden hinter mir liegt.
Maren Hessler

















