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    Maren Hessler

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    • Mein Name ist Maren Hessler. Ich lebe und arbeite in Frankfurt am Main. Als systemische Beraterin helfe ich Menschen und Unternehmen in Veränderungsprozessen. Seit Mitte 2008 bin ich Teil des internationalen Unternehmernetzwerkes Kessels & Smit, The Learning Company. Mein bester Shift des Lebens? Der Schritt in die Selbständigkeit.
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      The Fifth Discipline / Senge

Einträge mit dem Tag ‘Leadership’

Führung in der Krise } 13.02.09

In dieser Zeit ist ja das Thema “Wirtschaftskrise” in aller Munde. Aber was, wenn es keine Wirtschaftskrise , sondern eine Systemkrise ist? Ich muss zugeben, dass mich immer wieder das Gefühl und der Gedanke beschleicht, dass einige Firmen die “Gunst der Stunde” nutzen, um jetzt, da jeder Verständnis dafür hat, die systembedingten Probleme zu bereinigen, die schon länger im Unternehmen schwelen. Jetzt ist Krise. Jetzt kann man ja recht einfach die Ergebnisse misslungener Unternehmensführung verkaufen. Ach ja, und den Staat um Hilfe bitten, ist dieser Tage auch leichter geworden. Das alles lenkt von den hausgemachten Problemen ab:

  • starre Strukturen
  • endlose Hierarchien
  • eingeschränkte Wahrnehmung des Selbst- Fremdbildes

seien hier als Beispiele genannt. Dies gepaart mit einer oft unglücklichen Kommunikation, sowohl innerbetrieblich wie nach außen, und fertig ist ein brisanter Cocktail! Allein das hier Aufgeführte ergibt eine Organisation, die nicht gerade vor Leben strotzt und widerstandsfähig Erschütterungen bestehen kann. Was ist nun zu tun? Was könnten Alternativen sein, gerade auch wenn man den Post von gestern berücksichtigt?

Führung ist nun vonnöten. Aber welche Art von Führung? Hierzu, so meine ich, sollte der Blick nach innen gehen. In die Organisation. Dort liegt das Potential in den Menschen, um nun aus der Krise zu lernen und Wege des Organisierens und Führens zu finden, welche auf die Einbeziehung des Wissens, der Ideen und Kreativität der Mitarbeiter setzt. Hier ist natürlich ein dialogischer und partizipativer Führungsstil gefragt. Mit Top-Down Methoden wird man da wohl nicht weit kommen. Führung als “Co-Creation, sprich als Ermöglicher, gemeinsam zu gestalten” (Prof. Dr. Joseph Kessels), wäre eine Alternative.

marcussplitt

Ritt aus dem Dreck } 12.02.09

Irgendwie verstehe ich das nicht. Da reiten sich Unternehmen massenweise in den Dreck und glauben, dass sie mit denselben Mitteln, die sie darein gebracht haben, auch wieder rauskommen: Kostensenkung, Kontrolle und Excel-Listen sollen die Allheilmittel in der Krise sein? Ich bezweifle dies sehr stark.

Und fühlte mich bestätigt, nachdem ich dass Buch „From Good to Great“ (dt. Der Weg zu den Besten) von Jim Collins gelesen hatte. Dieser Bestseller aus dem Jahr 2003 erlebt aus meiner Sicht gerade eine wahre Renaissance. Immer wieder findet er bei Twitter Erwähnung. Kürzlich las ihn ein Sitznachbar im Zug. Jüngst sah ich ihn auch in Johannes Kleskes aktuellem Lesestapel rot aufblitzen. Vielen ist bewusst, dass altbekannte Unternehmensführung nicht unbedingt hilfreich ist. Vielen aber auch nicht.

Um was geht’s denn nun bei Collins? Kurz gesagt: Der US- Wirtschaftswissenschaftler hat untersucht, was Spitzenunternehmen anders machen als durchschnittlich erfolgreiche Unternehmen. Gemeinsam mit seinem Forscherteam (21 Mann stark) hat er fünf Jahre damit zugebracht, die entscheidenden Faktoren zu filtern. Hier die wichtigsten Prinzipien, die er aus den Ergebnissen abgeleitet hat und die ich von der wissenschaftlichen in eine etwas griffigere Sprache überführt habe:

  1. Sunnyboys nehmt Eure Brillen ab. In Spitzenunternehmen sitzen stille, zurückhaltende, leistungswillige, fast schüchterne Menschen am Steuer. (Level 5-Führungsqualität)
  2. Nehmt die richtigen Menschen an Bord und trennt Euch konsequent von falschen. (First-Who-Prinzip)
  3. Schönreden war gestern. Realität ist heute. (Der Realität ins Auge blicken)
  4. Geht den Weg, der Euch mit Leidenschaft und Ausdauer zum Ziel führt. Nicht den Weg des herkömmlichen Kernkompetenzdenkens und Aktionismus. (Igel-Prinzip)
  5. Schafft Bürokratie und Tyrannei ab und setzt Disziplin und Fokus auf die wirklich wichtigen Dinge ein. (Kultur der Disziplin)
  6. Enterprise 2.0 ist die Zukunft. (Technologie als Beschleuniger)
  7. Denkt nachhaltig, prozessorientiert und verzettelt Euch nicht im Aktionismus. (Schwungrad und Teufelskreise)

Die Ergebnisse sind eindeutig, wenn auch im Post-Peter-Drucker’schen Zeitalter nicht wirklich revolutionär. Wie dem auch sei. Das Buch ist eindeutig lesenswert und für mich zukunftsweisend, auch was die Ausrichtung von Unternehmensberatern betrifft.

Abschließend würde mich interessieren, welche Unternehmen in Deutschland wohl zu den Spitzenunternehmen zählen? Was meint Ihr? Aus meiner Erfahrung sind dies vor allem inhabergeführte Unternehmen, die sog. „Hidden Champions“. Was mich zu einem anderen empfehlenswerten Buch führt. Dazu aber ein anderes Mal.

Maren Hessler