Hier nun, zum Jahresende, der letzte Teil des AI-Prozesses in einer Bäckerei.
Der Summit war vorbereitet: Jetzt konnte es losgehen!
Es ist Samstag ca. 15.00h. Manche Bäcker haben nur ein paar Stunden geschlafen, nachdem sie aus der Schicht gekommen waren. Einige Verkäuferinnen kommen direkt vom Laden.
Noch etwas schüchtern und verhalten sammeln sich gut 70% der Belegschaft in der Produktionshalle, die für diesen Anlass etwas anders aussieht als sonst. Ein großer Stuhlkreis, viele Flipcharts, viele Plakate mit den Kernthemen und den Spielregeln für den Summit. Langsam werden die Plätze eingenommen, Begrüßungen und Austausch nehmen zu. Entspannen sich die Leute? frage ich mich, als ich durch die Halle gehe. Ich hoffe es, denn mit Verkrampfung lässt es sich schlecht entwickeln.
Sichtlich nervös aber begeistert eröffnet einer der Geschäftsführer die Veranstaltung: “Danke, dass sie gekommen sind. Danke, dass sie einen Teil ihrer Freizeit investieren, um gemeinsam an diesem Unternehmen zu arbeiten… ich schätze das sehr…”.
Die Atmosphäre löst sich als ich die Teilnehmer bitte, sich in 2er Gruppen einzufinden, und noch mal die guten Geschichten revue passieren zu lassen, die zu den Kernthemen geführt haben. Dabei sollten die Gesprächspartner noch mal besonders auf die belebenden Faktoren achten. Der Raum füllte sich mit einer fröhlich- nachdenklichen Atmosphäre. Hier war ich das erste Mal erleichtert. Der Summit hat begonnen!
Es folgte ein Austausch in 6er Gruppen. Die besten 3 Gesichten wurden ausgewählt und präsentiert. Die Wände füllen sich mit bunten Charts. Eine “Ausstellung des Guten” wächst.
Träumen. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Loslassen - Fantasie zulassen - nicht gleich bewerten. Das war die nächste Aufgabe der Teilnehmer. Wie sieht die Firma in x Jahren aus? Auch hier werden die Ergebnisse aus den Gruppen präsentiert, und zur “Ausstellung” hinzugefügt.
Auf dieser Grundlage wurden nun im Design-Schritt Prototypen entwickelt und vorgestellt, aus denen sich wiederum ca. 15 konkrete Maßnahmenprojekte ergaben. Am Ende der Veranstaltung bekam jeder Teilnehmer sein Projekthandbuch mit nach Hause.
Die Freude über das Ergebnis war groß, aber auch die Befürchtung, ob das alles so klappt, war spürbar. Nach dem Summit kam die Sommerpause und im Herbst wurde die Ergebnissicherung aufgenommen.
In den Bereichen Qualität, Verantwortung für Geräte und Maschinen, sowie beim Thema Veranstaltungen, konnten Ergebnisse aus dem AI-Summit sofort umgesetzt werden. Ein wichtiger weiterer Schritt.
Bis zum Frühjahr 2010, wird die neu entstandene Entwicklungsgruppe darin unterstützt, die entwickelten Maßnahmen um zu setzen. Im Frühjahr 2010 wird eine Ergebniskonferenz zeigen, wie nachhaltig die Umsetzung war. Dann nämlich werden die geplanten Maßnahmen mit der Realität verglichen. Ich bin gespannt!
marcussplitt



















