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    Maren Hessler

    Maren Hessler

    • Mein Name ist Maren Hessler. Ich lebe und arbeite in Frankfurt am Main. Als systemische Beraterin helfe ich Menschen und Unternehmen in Veränderungsprozessen. Seit Mitte 2008 bin ich Teil des internationalen Unternehmernetzwerkes Kessels & Smit, The Learning Company. Mein bester Shift des Lebens? Der Schritt in die Selbständigkeit.
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    Marcus Splitt

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      The Fifth Discipline / Senge

Archiv für ‘Aktionen’

Learning from the Sand Dancer: The right timing } 22.12.09

Er ist individuell, wirkt auf den ersten Blick vielleicht ein wenig verrückt. Seit mehr als zehn Jahren kreiert Peter Donnelly am Strand von Christchurch, New Zealand, mit Stock und Harke beeindruckende Sandgemälde. Vier Stunden braucht der Sand Dancer für seine Kunstwerke. Er fängt einfach an, ohne zu wissen, was dabei herauskommt. Für ihn ist es eine sehr besondere Art der “love expression”, die in all ihrer Schönheit nach nur kurzer Zeit von den Wellen des Meeres überspült wird. Ob Peter darüber traurig ist? Auf keinen Fall. Er lacht und sagt: “It’s the right timing.”

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Jahreswechsel und das Bewusstsein, dass Veränderungen etwas Natürliches sind und zur richtigen Zeit unser Leben überspülen. Auch wenn es manchmal sehr schwer ist.

Maren Hessler

Über den Wert von Wertschätzung in PR-Agenturen } 29.04.09

Es ist an der Zeit, den Blick einmal auf die Welt der PR-Agenturen zu richten. In den letzten Wochen kommen mir noch ungeheuerlichere Geschichten als eh schon zu Ohren. Hinter den Kulissen wird an Standortschließungen, Mitarbeiterabbau und Kostenreduktion gefeilt. Gleichzeitig formieren sich Mitarbeiter mit Hilfe ihrer Anwälte und des Betriebsrates. Wenn es denn einen gibt. Darüber hinaus prognostizieren Mitarbeiter verschiedener renommierter Agenturen die Insolvenz ihres Arbeitgebers binnen der nächsten sechs Monate. Traurig und hoffentlich nicht wahr.

Umso besser ist es, dass es auch jetzt in Krisenzeiten noch Agenturen gibt, die Positives zu vermelden haben. Für mich war es interessant, diese Erfolgsgeschichten näher zu beleuchten. Was machen erfolgreich wachsende Agenturen anders als herkömmliche Agenturen? Was kann man von ihnen lernen?

In einer Interviewreihe habe ich sechs Geschäftsführer nach den Faktoren ihres Unternehmenserfolges befragt. Ergebnis ist, dass soziale Prozesse und Wertschätzung den Unterschied machen. Ein ausführliches Thesenpapier steht beim PR Report zum Download bereit.

Für diejenigen, die keine Zeit zum Lesen haben, hier eine kurze Übersicht zur PR-Agentur der Zukunft:

Herkömmliche PR-Agentur PR-Agentur der Zukunft
Vertikales Management mittels Dekret Horizontale Führung und Entwicklung
Quantitative Ziele dominieren. Qualitative Ziele leiten.
Geschäftsführung gibt Antworten vor. Geschäftsführung stellt Fragen.
Mitarbeiter nehmen Informationen entgegen. Mitarbeiter entwickeln mit.
Mitarbeiter setzen um. Mitarbeiter unternehmen.
Führungskräfte verwalten Ergebnislisten. Führungskräfte stimulieren Ideen.
Mitarbeiter in Dauer-Meetings Mitarbeiter in Workshops
Mitarbeiter werden verwaltet. Talente werden entwickelt.
60-Stunden-Wochen Zeit für Reflexion
Regeln, Kontrolle, Missachtung Freiräume, Vertrauen, Wertschätzung
Mitarbeiter als Maschine Wissensarbeiter
Kunden, die zahlen, bestimmen. Kunden, die gut tun, bestimmen.
Intransparente Finanzen und Gehälter Transparente Finanzen und Gehälter

Maren Hessler

re:publica09 - der 2. Tag } 03.04.09

Der Tag heute war schon eher nach unserem Geschmack. Das lag vor allem an zwei Veranstaltungen:

  • Die Präsentation der Privacy Open Space Leute war interessant und inspirierend. Sie traten als Team auf und brachten jeder aus seiner Perspektive interessante Aspekte zum Thema “Netiquette for Social Networks” ein. Kurze Einführung in das Thema, Vergleich von Social Networks mit Regierungsformen und Vorstellung von “Hello World” als Alternative zu Facebook. Prima!
  • Die andere kleine, aber sehr feine Veranstaltung (”In 60 Minuten die Welt verändern”) von den Sozialhelden dauerte, wie der Titel schon sagt, nur 60 Minuten. Das Experiment: Wieviel positive Veränderung kann man in einer Stunde bewerkstelligen, wenn man sich ergänzt und auf eine Aufgabe fokussiert? Die Aufgabe: 5.000 englischsprachige Bücher für eine Bibliothek in der Mongolei organisieren. Das Projekt wird von der www.bücherbrücke.org gemanagt. Der Ablauf: Kurze gegenseitige Vorstellung in den Gruppen, spontane Verteilung von Aufgaben (Telefonanrufe, Adressen Research, Dokumentation, etc.). Nach kurzer Zeit gab es bereits einige Zusagen für Bücher. Kontakte wurden geknüpft. Die Sozialhelden können hierauf weiter aufbauen. Die Kommunikation via Facebook und Twittertag wurden veranlasst (Tag: #buecherbruecke). Uns hat die Aktion sehr viel Spaß gemacht. Sie hat gezeigt, wieviel man in kurzer Zeit bewegen kann. Der Lerneffekt war durch die eigene aktive Beteiligung sehr hoch.

Etwas versöhnter mit der Konferenz schreiben wir diesen Post von zu Hause aus.

marcussplitt, Bert Smits

Langeweile auf der re:publica09 } 01.04.09

Nun ja. Wir unterstellen den Veranstaltern der diesjährigen re:publica sehr gute Intentionen. Schließlich ist das Motto „Shift happens“ und Johnny Häusler hat hierzu einen exzellenten Key Note abgeliefert. Heute Vormittag im Berliner Friedrichstadtpalast. Er hat Lust gemacht, weiter zu denken und diesen kreativen Ansatz weiter zu entwickeln. Stattdessen?

Mit Verlaub. Wir sind enttäuscht und gelangweilt. Denn was so gut anfing, verlor rasant an Fahrt.

Unsere Perspektive:
• Web 2.0 heißt Dialog. Das Format zahlt aus unserer Sicht bisher nicht darauf ein. Panels und Präsentationen sind konventionell. Wir wünschen uns Open Space- und Barcamp-Elemente als Rahmengebung. Das Miteinander-Arbeiten muss deutlich mehr Raum bekommen. Unser belgische Kollege und Außenstehende haben Schwierigkeiten, sich zu vernetzen, weil das Format das Kontakten erschwert.
• Der Friedrichstadtpalast ist groß und stockdunkel. Die Atmosphäre ist eher erdrückend als inspirierend. Kein Wunder, dass viele draußen in der Sonne stehen und Kaffee trinken.
• Die ökonomischen Interessen und die unauthentische Eigenpräsentation von IBM sind nicht attraktiv. Hier spricht die „alte“ Welt. Top-Down und „High-Level“ anstatt Kooperation, Interaktion, Co-Kreation und Kreativität.

Kreativität entsteht an den Rändern. Dort, wo zwischen Themen und Disziplinen Grenzen überschritten werden, müssen Freiräume für den Dialog geschaffen werden. Davon wünschen wir uns mehr.
Wir sind uns bewusst, dass dies der erste Tag der Konferenz war. Allerdings setzt der erste Tag den Akzent. Bisher haben wir noch keinen Shift gesehen.

Maren Hessler, Bert Smits, marcussplitt

shifthappens } 11.02.09

Um es gleich zu sagen: Nein, wir sind keine Trittbrettfahrer! Aber der Reihe nach.

Shifthappens heißt unser neues Blog, bei dem es vor allem um eins geht: um positive Veränderungen von Menschen, Organisationen und Gesellschaft.

Wir sind der Meinung, dass es sich bei der aktuellen Krise nicht um eine Wirtschafts-, sondern um eine Systemkrise handelt. Deswegen wollen wir eine andere Perspektive anbieten und Impulse für zeitgemäßere Organisationsformen geben sowie Menschen zu Wort kommen lassen, die die Chance eines Shifts er- und begriffen haben.

Woher kommt die Marke „shifthappens“?

Liebe Re:publica’09-Macher. Es ist uns sehr wichtig, euch an dieser Stelle zu sagen, dass wir Shifthappens nicht von euch kopiert haben. Der Name unseres Blogs ist während der alljährlichen Summer School von Kessels & Smit Anfang September 2008 in Utrecht entstanden. Unsere niederländische Kollegin Saskia Tjepkema erklärte die Bedeutung von persönlichen Shifts während eines Workshops und beendete einen Satz zufällig mit den Worten „… and then shift happens.“ Das Gelächter war groß. Und gleichzeitig war die Idee für unser Blog geboren.

Wir freuen uns auf ein spannendes Projekt, einen regen Dialog und hoffen, einige Shifts mit unserem Blog auslösen zu können!

Maren Hessler und Marcus Splitt

P.S. Selbstverständlich werden wir vom 01.-03. April dabei sein, wenn es in Berlin heißt: “Shift happens”.