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    Maren Hessler

    Maren Hessler

    • Mein Name ist Maren Hessler. Ich lebe und arbeite in Frankfurt am Main. Als systemische Beraterin helfe ich Menschen und Unternehmen in Veränderungsprozessen. Seit Mitte 2008 bin ich Teil des internationalen Unternehmernetzwerkes Kessels & Smit, The Learning Company. Mein bester Shift des Lebens? Der Schritt in die Selbständigkeit.
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    Marcus Splitt

    Marcus Splitt

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      The Fifth Discipline / Senge

Learning from the Sand Dancer: The right timing } 22.12.09

Er ist individuell, wirkt auf den ersten Blick vielleicht ein wenig verrückt. Seit mehr als zehn Jahren kreiert Peter Donnelly am Strand von Christchurch, New Zealand, mit Stock und Harke beeindruckende Sandgemälde. Vier Stunden braucht der Sand Dancer für seine Kunstwerke. Er fängt einfach an, ohne zu wissen, was dabei herauskommt. Für ihn ist es eine sehr besondere Art der “love expression”, die in all ihrer Schönheit nach nur kurzer Zeit von den Wellen des Meeres überspült wird. Ob Peter darüber traurig ist? Auf keinen Fall. Er lacht und sagt: “It’s the right timing.”

In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten Jahreswechsel und das Bewusstsein, dass Veränderungen etwas Natürliches sind und zur richtigen Zeit unser Leben überspülen. Auch wenn es manchmal sehr schwer ist.

Maren Hessler

AI in einer Bäckerei: Der Summit } 21.12.09

Hier nun, zum Jahresende, der letzte Teil des AI-Prozesses in einer Bäckerei.

Der Summit war vorbereitet: Jetzt konnte es losgehen!

Es ist Samstag ca. 15.00h. Manche Bäcker haben nur ein paar Stunden geschlafen, nachdem sie aus der Schicht gekommen waren. Einige Verkäuferinnen kommen direkt vom Laden.

Noch etwas schüchtern und verhalten sammeln sich gut 70% der Belegschaft in der Produktionshalle, die für diesen Anlass etwas anders aussieht als sonst. Ein großer Stuhlkreis, viele Flipcharts, viele Plakate mit den Kernthemen und den Spielregeln für den Summit. Langsam werden die Plätze eingenommen, Begrüßungen und Austausch nehmen zu. Entspannen sich die Leute? frage ich mich, als ich durch die Halle gehe. Ich hoffe es, denn mit Verkrampfung lässt es sich schlecht entwickeln.

Sichtlich nervös aber begeistert eröffnet einer der Geschäftsführer die Veranstaltung: “Danke, dass sie gekommen sind. Danke, dass sie einen Teil ihrer Freizeit investieren, um gemeinsam an diesem Unternehmen zu arbeiten… ich schätze das sehr…”.

Die Atmosphäre löst sich als ich die Teilnehmer bitte, sich in 2er Gruppen einzufinden, und noch mal die guten Geschichten revue passieren zu lassen, die zu den Kernthemen geführt haben. Dabei sollten die Gesprächspartner noch mal besonders auf die belebenden Faktoren achten. Der Raum füllte sich mit einer fröhlich- nachdenklichen Atmosphäre. Hier war ich das erste Mal erleichtert. Der Summit hat begonnen!

Es folgte ein Austausch in 6er Gruppen. Die besten 3 Gesichten wurden ausgewählt und präsentiert. Die Wände füllen sich mit bunten Charts. Eine “Ausstellung des Guten” wächst.

Träumen. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Loslassen - Fantasie zulassen - nicht gleich bewerten. Das war die nächste Aufgabe der Teilnehmer. Wie sieht die Firma in x Jahren aus? Auch hier werden die Ergebnisse aus den Gruppen präsentiert, und zur “Ausstellung” hinzugefügt.

Auf dieser Grundlage wurden nun im Design-Schritt Prototypen entwickelt und vorgestellt, aus denen sich wiederum ca. 15 konkrete Maßnahmenprojekte ergaben. Am Ende der Veranstaltung bekam jeder Teilnehmer sein Projekthandbuch mit nach Hause.

Die Freude über das Ergebnis war groß, aber auch die Befürchtung, ob das alles so klappt, war spürbar. Nach dem Summit kam die Sommerpause und im Herbst wurde die Ergebnissicherung aufgenommen.

In den Bereichen Qualität, Verantwortung für Geräte und Maschinen, sowie beim Thema Veranstaltungen, konnten Ergebnisse aus dem AI-Summit sofort umgesetzt werden. Ein wichtiger weiterer Schritt.

Bis zum Frühjahr 2010, wird die neu entstandene Entwicklungsgruppe darin unterstützt, die entwickelten Maßnahmen um zu setzen. Im Frühjahr 2010 wird eine Ergebniskonferenz zeigen, wie nachhaltig die Umsetzung war. Dann nämlich werden die geplanten Maßnahmen mit der Realität verglichen. Ich bin gespannt!

marcussplitt


Shifterview: Wolfgang Gutberlet, tegut } 01.12.09

Zwischen Himmel und Erde. So habe ich mich gefühlt, als ich vor einigen Tagen mit dem tegut-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Gutberlet , 65, im 22. Stock eines Hotels im Frankfurter Bankenviertel zusammen saß. Die Kulisse, in der wir uns an dem Abend wiederfanden, war skurril. Schließlich passen die Attribute der Bankenwelt so ganz und gar nicht zum tiefsinnigen und nachdenklichen Menschen Gutberlet.

Vielmehr lernte ich einen Mann kennen, der ohne viel Tamtam auf den Kern seines Erfolgs zu sprechen kam - ohne diesen selbstverständlich als solchen zu bezeichnen. Es fielen Sätze,wie “Die auf den Menschen zugehende Art lässt Unternehmen gut gestalten.” oder “Wir halten im Unternehmen Besinnung und arbeiten an inneren Fragen.” Was Wolfgang Gutberlet damit meint, ist im ersten Teil des Shifterviews zu sehen und zu hören:

Wolfgang Gutberlet hat aus meiner Sicht seit langem verstanden, worum es bei der Gestaltung eines erfolgreichen Unternehmens geht. Nämlich um persönliche Reife und geistiges Wachstum - gepaart mit ehrlicher Bodenständigkeit und absoluter Leidenschaft, Menschen bewegen zu wollen. Hierzu empfehle ich wärmstens folgende Sequenz:

Leider trifft man diese Art von Menschen viel zu selten in Führungspositionen. Und dabei werden sie gerade jetzt dringend gebraucht. Zwischen Himmel und Erde.

Maren Hessler

Leidenschaft ist attraktiv } 30.11.09

Hamburg. Hauptbahnhof. Umsteigen. Müde. Hunger! Wenn ich beim Umsteigen etwas Zeit habe, dann gönne ich mir manchmal ein leckeres Baguette von von LeCroBag (Ist das jetzt Schleichwerbung? Keine Ahnung! Ich mag die Dinger einfach).

Und an jenem LeCroBag-Laden in der Nähe von Gleis 5, habe ich etwas sehr schönes erlebt:

Der Mann hinter dem Tresen lächelt mich an, und fragt mich in breitestem Bayrisch was ich denn gern hätte. Eins von den Käse Baguette, sage ich, und eine Cola. Darf es noch etwas sein, werde ich gefragt…. ich zögere kurz. Mein Blick gleitet über das Angebot und bleibt an einem lecker aussehenden süßen Brötchen hängen. Ahhh, sagt der Verkäufer, da haben sie noch was gefunden. Das Brötchen ist wirklich lecker, eine gute Wahl…

Ich bin überrascht! Normalerweise machen die Verkäufer einfach ihren Job, mehr oder weniger freundlich, und mehr oder weniger motiviert! Hart genug ist er ja, wie ich inzwischen selbst weiß. Aber dieser Mensch liebt seinen Job. Er ist freundlich, dem Kunden zugewandt, interessiert, ganz bei der Sache. Er spürt, ob der Kunde sich nicht vielleicht doch noch zu etwas Süßem verführen lässt. Dabei ist er nicht aufdringlich oder sonst wie nervend. Er plaudert mit mir, wünscht mir noch eine gute Reise und alles Gute. Der Mann lebt! Er hat Energie, Leidenschaft. Ich bedanke mich für die freundliche Bedienung und frage ihn, ob ich ihn fotografieren darf. Ich würde sein Bild und ein paar Zeilen eventuell im Internet veröffentlichen. Als gutes Beispiel für Leidenschaft und Energie am Arbeitsplatz. Da war er ganz aus dem Häuschen.

Ich entferne mich ein paar Meter und beobachte noch, wie er einige andere Kunden auf die gleiche liebenswürdige Art und Weise bedient. Sein Arbeitgeber kann dankbar sein ihn zu haben, denke ich. Ob seinem Chef bewusst ist, was für einen wertvollen Mitarbeiter er hier hat?

Einige Monate später:

Ich habe wieder etwas Zeit und denke mir, dass es vielleicht eine gute Idee wäre, mal wieder bei “meinem” LeCroBag-Laden vorbei zu gehen, und nach dem netten Mitarbeiter Ausschau zu halten. Tatsächlich ist er da, erkennt mich aber nicht. Auf die gleiche freundliche, offene und leidenschaftliche Art und Weise macht er seinen Job. Keine Eintagsfliege also! Nach dem bezahlen gebe ich mich zu erkennen, der Typ zu sein, der ihn vor ein paar Monaten abgelichtet hat. Jetzt erkennt er mich auch wieder und ist begeistert und bedankt sich für mein Feedback.

LeCroBag.jpg

Unternehmen suchen motivierte Mitarbeiter. Menschen die “alles” für die Firma geben, sich reinhängen usw. Da wird dann auf “dem Markt” nach diesen 1A Mitarbeitern gesucht. Sie werden gesucht wie Schätze, umworben, gelockt, denn sie sollen ja den Wettbewerbsvorteil sichern.

Ich frage mich zunehmend, ob Unternehmen das Potenzial der Mitarbeiter auf dem Schirm haben, die schon bei ihnen beschäftigt sind. Was können Unternehmen von solchen Mitarbeitern, wie dem Verkäufer, lernen? Ich denke hier ist noch viel Luft zur Entwicklung.

Ach ja: Das nächste Mal wenn ich in Hamburg umsteigen muss, werde ich sicher zu LeCroBag gehen. Sicher nicht nur, wegen der Baguette!

marcussplitt

AI in einer Bäckerei: Der Sprint bis zum Summit } 23.11.09

Eine ganze Weile ist es her, dass ich über den Appreciative Inquiry-Prozess (Wertschätzende Erkundung) in der Bäckerei geschrieben habe.

Was bisher geschah, kann hier gelesen werden:

Bei AI geht es darum, die Elemente in einer Organisation zu finden die gut sind. Diese belebenden Elemente bilden die Grundlage für die Entwicklung von Lösungen, Konzepten und Handlungsweisen für die jeweilige Situation. AI arbeitet dabei partizipativ. D.h. möglichst viele Menschen aus dem System sollen beteiligt sein.

Während eines Meetings mit meinem Kunden stellt sich heraus, dass dieser sehr schnell viele weitere Treffen mit einer zuvor gebildeten Planungsgruppe vereinbaren will, und möglichst “nächste Woche” den AI-Summit veranstalten will. Dann ging alles sehr schnell und intensiv zur Sache:

Die Planungsgruppe entwickelte aus den bereits geführten und ausgewerteten Interviews fünf Kernthemen.

Kernthemen sind diejenigen Themen oder Fragen, die zu diesem Zeitpunkt in der Organisation vorherrschend sind. Zeitgleich wurde die gesamte Belegschaft durch die Geschäftsführung mit einem Brief eingeladen, am AI-Summit teilzunehmen.

Der Summit ist eine Veranstaltung, die über 1,5-3 Tage gehen kann. Hier werden die Kernthemen nach der AI Methode bearbeitet. Konkret bedeutet das: Es wird zunächst in Gruppen ausgetauscht, was von den Kernthemen schon ganz gut läuft in der Organisation. Es folgt eine Phase des Träumens: Was wäre wenn…, wo sehe ich dieses Thema in x Jahren? Hieraus ergibt sich die Frage nach Entwürfen. Auf der Grundlage dessen, was es schon gibt und was wir uns wünschen, werden Vorschläge, Entwürfe und Prototypen zu den Kernthemen entwickelt und im Plenum präsentiert. Schließlich ergeben sich hieraus konkrete Vereinbarungen zur Umsetzung. Damit ist der AI-Circle abgeschlossen: Discover, Dream, Design und Destiny greifen ineinander und ergeben ein Bild von der angestrebten Zukunft der Organisation, inklusive konkreter Maßnahmen zur Umsetzung.

Soweit der kleine Exkurs.

Nachdem die Kernthemen klar waren, der AI-Summit terminiert und die Belegschaft eingeladen, stieg die Spannung mit Blick auf den Summit.

Die Planungsgruppe bestehend aus Bäckern, Verkäuferinnen und Geschäftsführung bewältigten diese Aufgabe mit nur drei Treffen. Respekt! Der Summit soll an einem an einem Wochenende von Samstag 15.00h bis Sonntag 18.00h stattfinden. Noch am Donnerstag vor dem Summit sitze ich mit der Planungsgruppe zusammen, um die letzten Vorbereitungen abzuschließen. Zur Spannung mischt sich Vorfreude: HappyScared eben.

Es bestätigt sich die Formel, dass die Bereitschaft zu tiefgreifender Veränderung meist nur dann vorhanden ist, wenn der Leidensdruck hoch ist.

marcussplitt

Shifterview: Jonathan Imme, Palomar5 } 11.11.09

Selten haben mich Männer so beeindruckt wie am vergangenen Wochenende in Berlin. Jonathan Imme, 25, und seine sechs weiteren - männlichen - Palomar5-Mitorganisatoren haben mich begeistert. Und tun es immer noch. Denn sie setzen mit vollem Enthusiasmus und absoluter Leidenschaft ihre Vision von einem Kreativlabor für die Zukunft der Arbeit um. Dies durfte ich mit jeder Begegnung selbst erfahren. Und auch ohne sie: Denn wer zurzeit nur einen Fuß in die Berliner Malzfabrik setzt, spürt, dass hier eine sehr besondere Atmosphäre herrscht.

Gemeinsam mit 30 Menschen aus aller Welt entwickeln die Macher von Palomar5 neue Produkte und Lösungen, um zukünftiges Arbeiten attraktiver zu gestalten. Sie leben und arbeiten sechs Wochen lang zusammen unter einem Dach. Am 23. November wird ein Summit für geladene Gäste stattfinden, an dem die Ideen präsentiert werden. Für alle anderen Interessierten gibt es am 24. November einen Tag der offenen Tür.

Danach geht das Projekt übrigens auf andere Art und Weise weiter. Sieben der 30 internationalen Teilnehmer haben beschlossen, in Berlin zu bleiben, zu leben und zu arbeiten. Keine schlechte Idee, wie ich finde.

Maren Hessler

Vision Summit Berlin - Another Wall to Fall } 05.11.09

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Verkehrte Welt. In Detroit zeigt sich gerade das “hässliche Gesicht des Turbokapitalismus”. In Berlin laufen die Vorbereitungen für den Vision Summit Social Business - Another Wall to Fall auf Hochtouren.

Mehr als 1.000 Menschen werden am Sonntag, 8. November 2009 beim Gipfel der Visionen in der Berliner FU dabei sein - und ein Zeichen setzen. Sie alle gehen den Fragen nach: Wie schaffen wir es, soziale Probleme durch unternehmerisches Handeln zu lösen? Wie sieht nachhaltiges und menschenwürdigeres Wirtschaften aus? Key Note Speaker wird der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus, CEO Grameen Bank, sein.

Im Vorfeld des Summits finden zahlreiche weitere Veranstaltungen statt. Ich werde am Samstag z.B. am Tagesworkshop “Citizen Entrepreneurship” mit Prof. Dr. Günter Faltin teilnehmen. Hier geht es um das Finden und Entwickeln neuer Social Business Ideen.

Wer nicht in Berlin sein wird, aber nah am Geschehen sein möchte, dem empfehle ich das Blog karmakonsum. Meine geschätzten Kollegen Christoph Harrach und Noel Klein-Reesink sind Medienpartner des Vision Summits 2009. Und auch ich versuche, via twitter und hier im Blog vom Vision Summit zu berichten.

Maren Hessler

Projekt “Knowmads” 2010 } 27.10.09

Heute bin ich auf ein spannendes Projekt in den Niederlanden gestoßen, das mich von den Rahmenbedingungen ein wenig an Palomar5 erinnert.

Es geht um Knowmads- eine Initiative, bei der 30 Menschen zwischen 20 und 35 Jahren die Chance erhalten, ihre Start up-Idee auf höchst zeitgemäßem Weg weiter zu entwickeln und umzusetzen. Dies passiert in einer unkonventionellen Schule in der Nähe von Amsterdam. Und zwar ein Jahr lang von Januar 2010 bis Januar 2011. Auf dem Programm stehen … Prozessbegleitung, Entwicklung der Persönlichkeit, Leadership Qualitäten… Und dabei soll eine “lifelong learning community” entstehen. Stop.

Was ist ein Knowmad?

“A Knowmad is a nomadic knowledge worker – that is, a brave, responsible, creative, imaginative person who can effect change and work with anybody, anytime, anywhere. Knowmads can instantly reconfigure environments and apply their knowledge at different levels in multiple contexts.” (frei nach John Moravec)

Hier ein schöner Teaser zum Projekt, der in der Amsterdamer Metro gedreht wurde:

Bewerben kann sich jeder, der unternehmerischen Geist hat, kreativ ist, eine innovative Geschäftsidee mitbringt und einen Unterschied in der Gesellschaft machen will. Stichstag für die Bewerbung ist der 20. November 2009. Weitere Details zum Bewerbungsprozess hier.

Übrigens: Kwela, eine der Crew-Mitglieder von Knowmads, ist auch als Dozentin bei Palomar5 in Berlin aktiv. Das nenne ich voneinander und miteinander lernen! Hier ein Interview mit Kwela:

Außer Frage, dass mich diese Projekte begeistern. Hier begegnen sich Menschen auf Augenhöhe, die daran interessiert sind, sich weiter zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Und weil’s so schön ist, hier noch ein wunderbares Zitat, das ich auf der Knowmads-Site gefunden habe:

The important thing is not being afraid to take a chance. Remember, the greatest failure is to not try. Once you find something you love to do, be the best at doing it.

Maren Hessler

Kreativlabor für die Arbeitswelt von morgen } 24.10.09

Wieder ein positiver Ansatz für die Arbeitswelt von morgen. In der Berliner Malzfabrik findet gerade das Projekt Palomar5 statt. 30 junge Menschen aus 13 Ländern arbeiten sechs Wochen lang vom 9.10. bis zum 24.11.2009 an ihren Ideen zur Arbeits- und Lebensweise der digitalen Generation.

Hier erste Eindrücke zur ersten Woche, in der die Teilnehmer offenbar vor allem Input bekommen haben. Hoffentlich ändert sich die Gewichtung. Denn schließlich geht es um das Wissen und die Ideen der Teilnehmer…

Übrigens: Das Camp hat einen Sponsor. Es handelt sich um die Telekom, die unterwegs ist zur “Neuen Telekom”. Sie stellt vier Themen in den Fokus ihres Wandels: Verändern - Verbinden - Verstehen - Vertrauen. Große Worte. Man darf gespannt sein.

via: hawe

Maren Hessler

Revue für postheroisches Management } 02.10.09

Postheroisches Management

Wer sich ein wenig intensiver mit dem Denken und Handeln der Vertreter neuerer Systemtheorien beschäftigen möchte, dem lege ich die Zeitschrift “Revue für postheroisches Management” ans Herz.

Ansatz ist es, Managementlehre und Praxis auf Augenhöhe zu bringen, neugierige Fragen, wie z.B. “Wie viel Klugheit steckt selbst in einem schlechten Management? Woran hat sich ein schlechter Manager, ein schlechtes Management, offensichtlich mit Erfolg bereits angepasst?” zu stellen und somit neue Impulse und Perspektiven zu geben.

Die Lektüre ist sehr anspruchsvoll und gerade deswegen ein guter Wegweiser für die Zukunft. Die Macher der Revue sind “die üblichen Verdächtigen” des Management Zentrums in Witten (MZW) - sprich Fritz B. Simon, Dirk Baecker, Rudolf Wimmer u.a.. Die Revue erscheint zeimal im Jahr, im März und September.

Zur Einstimmung ein paar Zitate von Dirk Baecker, Inhaber des Lehrstuhls Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin University (ZU) in Friedrichshafen und Autor des Buches Postheroisches Management :

“Vom postheroischen Management sprechen wir, weil das Heroische darin bestand, zugunsten des Gewinns von Tragik und von Komik an den einmal gesetzten Unterschieden festzuhalten. Held ist, wer entweder beeindrucken triumphiert oder großartig scheitert. Alle anderen sind bloß Beobachter, die dem Weltenlauf nichts hinzuzufügen haben, sondern allenfalls die anfallenden Arbeiten erledigen.”

“Im postheroischen Management werden die Beobachter aus ihrer passiven Rolle befreit. Sie werden zu Akteuren. Jeder ihrer Arbeitsschritte ist eine Entscheidung. Helden stören dabei nur. Helden sind Leute, die den Blick für die Gegenwart scheuen und sich stattdessen auf ihre Zukunft, ihre glorreiche Zukunft, konzentrieren.”

“Wir suchen nach einem Management, das in der Lage ist, der Gegenwart und ihren strategischen Möglichkeiten nicht auszuweichen, sondern sich ihr zu stellen.”

In diesem Sinne verabschiede ich mich mit der September-Revue ins Wochenende. Glücklich und dankbar darüber, dass meine Zeit als PR-Heldin im Kreise vieler anderer PR-Helden hinter mir liegt.

Maren Hessler